c/o pop 2011 - Der Tanz ist eröffnet

Wer hätte das gedacht? Noch am Vormittag bis zum späten Nachmittag war Landunter in Köln angesagt und das ausgerechnet am Eröffnungstag der c/o pop, für den sich die Veranstalter internationale Größe mit ins Boot geholt haben. Janelle Monaé eröffnete die diesjährige c/o pop im Kölner Tanzbrunnen. Und siehe da: Wie auf Knopfdruck, zogen sich die regenbepackten Wolken zurück und machten Platz für einen blauen Himmel, an dessen Horizont sich die Sonne später in Pfirsisch-Farben verabschieden sollte. Ganz unschuldig war Janelles bombastische Bühneshow und ihr gigantischer Soul-Funk-Pop aber nicht. Exzentrisch und wie unter Strom sang und spielte sie sich mit ihren Musikern in einen musikalischen Exzess, der schlicht gesagt einfach perfekt war. In einer guten Stunde heizte sie dem Publikum ordentlich ein, gab alles und untermauerte die Aussage, dass ihr die Bühne gehört. Nein, sogar noch viel mehr: Ihr gehören die internationalen, großen Bühnen. Welch ein fulminanter Auftakt, der die c/o pop damit auch gleichzeitig in eine ganz neue Dimension katapultierte. Groß!
Später hieß es dann im vor kurzem endlich wieder eröffneten Gewölbe den elektronischen Frikelmeistern Gold Panda, Tobias Thomas und Marius Bubat zu lauschen und zu ihren Beats zwischen IDM, Glitch, House und Minimal zu tanzen. Aber auch die Cómeme-Familie mit Rebolledo und Matias Aguayo knallte ihre südamerikanischen Techno-Elektro-Konstrukte nur so raus. Party! Während WhoMadeWho mit Kiss Kiss Kiss im Stadgarten und Andreas Dorau mit Chuckamuck im Studio 672 für eine eher traditionellere Konzertatmosphäre sorgten. Getanzt wurde trotzdem. Und heute geht es mit Owen Pallett, Brandt Brauer Frick, Apparat & Band und Hudson Mohawke weiter, um nur ein paar zu nennen. Ja, und die C’n’B ist ja auch noch.
Offizielle Homepage der c/o pop
Michael Weber
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