Blogtrip zum Lowcost Festival Benidorm - eine Nachbetrachtung

Der Reisekoffer ist bereits ausgepackt, das Strandtuch wird bei 60 Grad in der Waschmaschine von den letzten Benidorm-Strandkörnern befreit und draußen prasselt der kühle Kölner Sommerregen an die Fensterscheibe. So schnell wie es aufkam, ist es also auch wieder verschwunden - das Urlaubsfeeling, das einen die gesamte letzte Woche durch das Low Cost Festival begleitete.
Und doch war die Woche im spanischen Benidorm mehr als nur Urlaub, es war gleichzeitig eine Bewerbung der Region, sich diese interessante Gegend auch in Zukunft näher anzuschauen. Wir kämpften mit den Tücken des Wasserskifahrens, den schwindelerregenden Höhen der Achterbahnen im Freizeitpark Terra Mitica, wurden in Pepe Mendozas Winzerei zu Weinkennern und erlebten bei einer Bootsfahrt die farbenfrohe Unterwasserwelt des Mittelmeeres.
Achja, Musik gab es beim Low Cost Festival auch noch. Der gnadenlos gute Auftritt von The Pains Of Being Pure At Heart wird einem dabei ebenso im Gedächtnis bleiben wie die perfekt durchgestylte Show von Cut Copy oder der Husarenritt der Klaxons. Es bleibt zu hoffen, dass die Macher des Festivals ob des großen Erfolges der diesjährigen Veranstaltung nicht größenwahnsinnig werden und weiter expandieren. Denn der Reiz des Low Cost Festival liegt gerade in der familiären Atmosphäre, der Überschaubarkeit des Programms und der damit verbundenen Entschleunigung. Kein Stress, keine Hektik, einfach nur gute Laune.

Entspannen am Strand mit der spanischen Band Dorian
So lässt man das Festival also noch einmal Revue passieren und findet sich am letzten Abend am Strand wieder, wo auf der dort aufgestellten Red Bull Stage die spanische Band Dorian ein Akustikset spielt. Am Vorabend noch auf der Hauptbühne, heute schon in Zweierbesetzung auf einem Truck - auch dies zeichnet das Festival aus und gibt ihm seinen unverkennbaren Charme. Schweren Herzens sagt man „Adios“ zum Low Cost Festival 2011, hört dem Regen zu und holt die Wäsche aus der Maschine.

Dominik Knauf
